Genossenschaft

 

 

Unsere Genossenschaft*

Wir wollen gut 70 Menschen zusammenbringen, die sich ein neues Hausleben bauen mit nachbarschaftlichen Bezügen und generationenübergreifender Solidarität. Jeder hat seine eigene Wohnung, die spekulationsfrei bleibt, d.h. Gewinn bringender Verkauf ist grundsätzlich ausgeschlossen. Unsere Versorgung mit Energie, Wasser und Nahrung werden wir kooperativ organisieren, um diese nachhaltig, ökologisch, ökonomisch und sinnvoll zu gestalten.

Unsere Verträge untereinander sind genossenschaftlich ausgehandelt und regeln die Wohnrechte mit Gemeinschaftsräumen, sowie die Gewerbefläche unseres Hauses für jeden Einzelnen.

Die Hausgemeinschaft erarbeitet sich soziale Kompetenzen, um ein gutes Alltagsleben für sich und die Einzelnen zu ermöglichen, um den zwingenden und auch gewünschten Bedürfnissen der Einzelnen gerecht zu werden. Von der Wiege bis zur Bahre. Das gemeinschaftliche Leben soll sowohl Alleinsein als auch Zusammenleben mit vielen anderen Menschen ermöglichen. Individuelles bereichert Gemeinsames: Solidarität bei Not und Krankheit.

 

Rund um unser Haus wird eine Gartenkultur entstehen, in der auch Tiere ihren Platz haben.

 

Das Erdgeschoss betreiben wir gemeinschaftlich/öffentlich/gewerblich als genossenschaftlich organisierte Personengesellschaft, zu der sich jede Genossin und Genosse aktiv oder auch passiv verhalten kann.

Unsere Ökonomie wird schrittweise aus dem Selbstbedarf entwickelt.

Unsere Kernökonomie ist ein Gasthof zur Selbstversorgung und für Gäste. Gäste kommen um unser Kulturangebot zu nutzen, das Bildung, Freizeit und Sport umfasst. Die Kultur und Kunstangebote werden durch eine integrierte, kooperative Stiftung organisiert. Konzerte, Theater, Ausstellungen, Performances, Vorträge, Seminare, Workshops und weitere Veranstaltungen bilden ein Jahresprogramm zu dem die Genossin, der Genosse sich aktiv oder passiv verhalten kann.

 

Eine weitere Kernökonomie kann sich ergeben durch einen optimierten Büroaufbau: Haus, Veranstaltungen, Stiftung und diverse Einzelökonomien (Grafik, Video, Internet, etc.) sowie längerfristiger Ausbau der Veranstaltungstechnik zum Tonstudio mit anhängiger Außen/Innen Bühne. Über weitere ökonomische Konzept,e die von unseren möglichen Mitgliedern kommen, werden wir dann diskutieren.

 

Um diese Vorstellungen schrittweise umzusetzen, wurde ein plausibles Finanzierungsmodell erstellt. Es orientiert sich an Einkommen um die 700 Euro, und davon werden sich sämtliche Grundsicherungen bewältigen lassen: Miete (Kredittilgung), Nahrung, Energie (Wärme/Strom), Wasser und Kommunikation. Ein Maß an Eigenleistungen ist im Konzept ebenfalls vorgesehen.

 

Mit 20 Genossen/innen und weiteren 50 Anteilseignern ist auf Basis unserer Modellrechnung und Annahmen ein Neubau mit 3 Wohnetagen (privat/kollektiv); 1 Etage Gewerbe (kollektiv/öffentlich) und eine Dachetage zu finanzieren. Wir leben dann auf 7.000 qm, die uns allen gehören und die wir gemeinsam unterschiedlich gestalten und nutzen. Unser Vorhaben liegt im Rahmen des Möglichen. Wir müssen es nur anpacken. Wenn wir neben den Künstlern auch noch Handwerker finden, Menschen aus medizinischen und sozialen Berufen, Anwälte, Mediziner, Familien, junge Leute, Erfinder und überhaupt Menschen, die neue Lebensentwürfe nicht scheuen, dann ergibt sich ein optimales Zusammenwirken zu einer sinnvollen Lebensform jenseits der Tristesse heutiger fremdbestimmter Normalität. Bunt soll es werden, modellhaft und vorbildlich. Wir verwirklichen demokratische Formen in täglicher Lebenspraxis nach dem Leitbild einer erreichbaren sozialen Gerechtigkeit.

 

Gefördert durch den „Freundeskreis KUNSTdemokratie für interaktive Kulturprozesse“ i.G.

 

 

Gesetz betreffend die Erwerbs- und Wirtschaftsgenossenschaften (Genossenschaftsgesetz - GenG)

GenG Ausfertigungsdatum: 01.05.1889 …

 

§ 1 Wesen der Genossenschaft

(1) Gesellschaften von nicht geschlossener Mitgliederzahl, deren Zweck darauf gerichtet ist, den Erwerb oder die Wirtschaft ihrer Mitglieder oder deren soziale oder kulturelle Belange durch gemeinschaftlichen Geschäftsbetrieb zu fördern (Genossenschaften), erwerben die Rechte einer "eingetragenen Genossenschaft" nach Maßgabe dieses Gesetze.

 

(2) Eine Beteiligung an Gesellschaften und sonstigen Personenvereinigungen einschließlich der Körperschaften des öffentlichen Rechts ist zulässig, wenn sie

1.der Förderung des Erwerbes oder der Wirtschaft der Mitglieder der Genossenschaft oder deren sozialer oder kultureller Belange oder,

2. ohne den alleinigen oder überwiegenden Zweck der Genossenschaft zu bilden, gemeinnützigen

Bestrebungen der Genossenschaft zu dienen bestimmt ist.

§ 2 Haftung für Verbindlichkeiten

Für die Verbindlichkeiten der Genossenschaft haftet den Gläubigern nur das Vermögen der Genossenschaft. ...

(1) Die Genossenschaft muss einen Vorstand und einen Aufsichtsrat haben. Bei Genossenschaften mit nicht mehr als 20 Mitgliedern kann durch Bestimmung in der Satzung auf einen Aufsichtsrat verzichtet werden. In diesem Fall nimmt die Generalversammlung die Rechte und Pflichten des Aufsichtsrats wahr, soweit in diesem Gesetz nichts anderes bestimmt. ...

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Grundsätze der genossenschaftlichen Pflichtprüfung Richtlinie des GdW Bundesverband deutscher Wohnungs - und Immobilienunternehmen e.V. und seiner regionalen Prüfungsverbände, 2011;

 

7 Für die Feststellung der wirtschaftlichen Verhältnisse ist der Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und des Lageberichts zu prüfen. Die Vorschriften § 316 Abs. 3 und § 317 Abs. 1

Satz 2 und 3, Abs. 2 HGB gelten entsprechend. Bei kleinen Genossenschaften* (Bilanzsumme bis einschließlich 1 Mio. EUR oder Umsatzerlöse bis einschließlich 2 Mio. EUR) unterliegen der Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und ggf. der Lagebericht nicht der Prüfung nach § 53 Abs. 2 GenG. Hierzu wird auf Abschnitt 8 "Gegenstand der genossenschaftlichen Pflichtprüfung" verwiesen.

 

Da diese "Grenzen" i. d. R. nicht auf Wohnungsgenossenschaften mit Spareinrichtung zutreffen, unterliegen der Jahresabschluss und der Lagebericht dieser Genossenschaften generell einer Prüfung entsprechend § 317 HGB.

 

http://www.gdw-pruefungsverbaende.de/wp-content/uploads/2014/03/Grundsaetze

genossenschaftliche-Pflichtpruefung.pdf